Es ist ein ständiger Balanceakt, mehrere Sprachen gleichzeitig zu lernen. Ich gebe viel Zeit und Energie hinein, und trotzdem kommt es mir manchmal so vor, als würde ich nur kleine Schritte machen. Das Gefühl, dass die Fortschritte nicht sichtbar sind, kann ziemlich entmutigend sein, besonders wenn ich sehe, wie viel Arbeit nötig ist, nur um mein Niveau zu halten.
Im Moment widme ich mich jeden Tag zwei oder drei Sprachen, mal fünfzehn Minuten, mal zwei Stunden am Stück. Um Struktur zu behalten, plane ich bestimmte Aufgaben für bestimmte Tage. So nutze ich zum Beispiel hin und wieder finnische Dokumentationen, um mein Hörverständnis zu üben. Jede Woche ändere ich ein wenig die Reihenfolge meiner Übungen – mal mehr Schreiben, mal mehr Lesen oder Sprechen –, je nachdem, woran ich gerade arbeiten möchte.
Mein größtes Problem ist, dass ich in einigen Sprachen von Mittelstufe zu Fortgeschritten aufsteigen will, während ich die Sprachen, in denen ich schon weiter bin, nicht vernachlässigen darf. Es fühlt sich manchmal an, als würde ich auf einem schmalen Grat balancieren. Konzentriere ich mich zu sehr auf eine Sprache, verliere ich den Rhythmus in einer anderen. Tue ich zu wenig für die Sprachen, die ich verbessern will, fühle ich mich unzufrieden.
Am Wochenende versuche ich, bewusst aktiv zu denken oder zu sprechen, statt nur zu lesen oder zuzuhören. Selbst kleine Momente wie die Zugfahrt nutze ich, um in den Sprachen zu lesen oder zu schreiben. Diese Routine hilft mir, im Kontakt zu bleiben, aber es ist immer noch anstrengend.
Trotzdem möchte ich nicht aufgeben. Jeder kleine Fortschritt, jede Minute, die ich übe, fühlt sich wie ein Schritt nach vorn an. Manchmal frage ich mich jedoch, ob ich noch etwas anderes ausprobieren könnte, um schneller voranzukommen, ohne mich zu überfordern.
Vielleicht kennt jemand dieses Gefühl oder hat Ideen, wie man den Lernprozess abwechslungsreich und motivierend gestalten kann? Ich würde mich über Tipps und Erfahrungen sehr freuen.
Dieses Gefühl kenne ich sehr gut. Selbstständig bringe mir Sprachen seit etwa 2020 bei und soweit habe ich nur mein Japanisch auf ein armes N2 und Deutsch auf fragliches B2 gebracht. Es gibt so viele Personen, die viel mehr während dieser 5+ Jahre erreicht haben. Ich will noch besser werden und weitere Sprachen beherrschen und so suche ich nach neue Methoden und Systeme. Leider habe ich keine hervorragende Tips, die ich dir geben könnte. Ich will aber etwas sagen, woran ich mir immer neu erinnern muss: Es ich ja wichtig, immer Fortschritte machen zu wollen und nach neue, bessere Methoden zu suchen. Man darf jedoch nicht vergessen, dass nicht alles höchsteffizient gemacht werden muss. Auch der langsame Prozess kann genießbar sein. Beim Streben nach Erfolg vergesse ich immer wieder, dass ich das Sprachenlernem liebe, auch wenn ich nicht am bestem bin. Sorry für die vielleicht cringe Motivationsrede, aber ich glaube, dass du genauso wie ich nicht nur wegen irgendeinen Notwendigkeit sondern auch leidenschaftlich Sprachen lernst 😅
Hallo Raena,
dein Post ist nicht nur hervorragend geschrieben, sondern auch noch so interessant, dass ich jetzt auch noch einen meiner etwas längeren Kommentare schreiben möchte. Der ED-Talk-Modus ist jetzt an.
Du brauchst von mir keine Tipps oder sonstige Hinweise, wie du Sprachen lernen, pflegen oder verbessern kannst. Du sprichst ja noch mehr als ich und deine spanische Version dieses Posts war auch vergleichbar in Qualität und Stil.
Meine Antwort ist (bitte) nicht als Strategiebeschreibung zu verstehen, sondern als Reflexion und Gedankenanstoß. Take the best, skip the rest.
Was mich in deinem Post eher auffällt oder verwundert ist das Framing im Text und das Emoji im Titel. Es klingt für mich alles zu sehr defizitorientiert, und vielleicht drückt hier (so wie bei vielen anderen Sprachlernenden auch) der Schuh. Ich denke, das "Problem" sind nicht die (in deinem Fall sehr hohen) Sprachkenntnisse und auch nicht die Strategien im Verhalten, sondern (vielleicht!) die Sichtweise des "Lernens als Kompensationsverhalten". Wörter wie "Balanceakt" oder "Grat" finde ich gerade in diesem Kontext (Sprachen lernen und pflegen) fast schon irreführend, denn für mich sind "Sprachen" keine Pflanzen, die absterben können, sondern vielmehr Dinge wie Sprachorgane, Tools und vor allem Kontaktmöglichkeiten zum Äußerlichen, die ich sonst nicht hätte. Ja, es erfordert Zeit und Energie, sie zu "pflegen", aber in meinen Augen kommt die Motivation gerade aus der Sinnhaftigkeit anstatt aus dem Pflichtgefühl.
Meine erste Zwischenfrage an dieser Stelle ist: Was heißt denn überhaupt "verbessern"? Was denn verbessern, wofür und inwiefern? Und woher willst du denn wissen (bzw. woran messen und wodurch urteilen), dass du einen ganz bestimmten Aspekt einer Sprache besser beherrscht? Kurz: Ich vermisse hier die Dimensionalität, die Nuance. Sprachenlernen ist weder linear noch schulisch.
Hallo nochmal,
leider musste ich den "ED Talk" von vorhin schnell schreiben und dann auch abbrechen. Hier der zweite Teil, mit mehr Zeit und daher (hoffentlich) auch mit weniger "Stock im Arsch"-analytischen Stil.
Zuerst möchte ich etwas klären: Mit "Defizitorientierung" meinte ich nicht dich oder deine Psyche oder sonst was persönliches, sondern ausschließlich die mögliche da leider übliche Art des Sprachenlernens und die "Gründe" (das Mindset) dahinter. Überhaupt war mein erster Kommentar keine billige Psychoanalyse oder sonstige Diagnose, sondern (wie geschrieben) ein Denkanstoß für deine Selbstreflexion. Und dennoch, manchmal wirkt mein schnörkelloser Schreibstil verunsichernd, anstrengend oder hochgestochen. Gerade, weil ich in kurzer Zeit versucht habe, vieles zu erwähnen.
So, jetzt weniger komprimiert und mit mehr Zeit zur Beschreibung meiner Ideen.
Du fragst, wie man "besser werden könnte?" und dann auch noch "effizienter" oder "schneller". Jetzt möchte ich genau darauf eingehen, denn das Operationelle (wie?) ist genauso wichtig und richtig wie das Strukturelle (was?) oder Kritische (warum?).
Du erwähnst Sprachkenntnisse im Bereich "Mittelstufe zu Fortgeschritten", also ungefähr im Bereich B1-B2 bis C1-C2 oder darüber hinaus, also > A2. (Die Niveaus sind hier nur zur Orientierung, nicht zur Bewertung.)
Das sind die Stufen, wo es meiner Meinung nach richtig Spaß macht bzw. machen kann, diese Sprachen zu 'verbessern'. Für mich heißt hier "verbessern" nicht unbedingt "aktiv lernen", sondern vielmehr "einsetzen". Das wäre dann das, was ich "organisches Lernen" nennen würde. Es ist auch ungefähr (aber nicht genau) das, was man sonst mit "Comprehensible Input" bezeichnet, aber mit einem zentralen Unterscheid: Bei mir geht es dabei genauso um den Inhalt als um die Sprache an und für sich.
Mit anderen Worten: Du hast sehr viele Sprachen auf (sehr) fortgeschrittenem Niveau. Ich selbst habe zwei oder drei Sprachen, die (verglichen mit dem Rest) auch 'einsatzreif' sind. Der Clou ist dann (für mich), diese Sprachen positiv als Werkzeug und als Gelegenheit für Kontakt mit anspruchsvollem Material zu verstehen. Das heißt zum Beispiel, dass ich "Sprache A plus Interesse B" kombiniere, bis zu dem Punkt, dass die Sprache im Hintergrund verschwindet und automatischer Bestandteil der Beschäftigung mit Thema B wird. Damit fühlt sich das weniger an wie "Sprachenlernen" und auch nicht wie "Pflege", sondern macht einfach Spaß und wird zur Routine oder Disziplin.
Manchmal habe ich natürlich auch den Wunsch, mich "aktiver mit einer Sprache" auseinanderzusetzen, und das ist jederzeit noch willkommen. Mein Punkt ist nur, dass ich mich nicht ausschließlich davon leiten lassen möchte. Die Sprachen leben außerhalb des Sprachenlernens, sozusagen.
Etwas konkreter: Ich lese zum Beispiel philosophische Sachbücher auf Niederländisch und mathematische Sachbücher auf Italienisch. Für Lehrbuch-Level nehme ich natürlich Deutsch und Englisch (unter anderem, weil es keine Alternativen gibt). Diese Kopplung "Sprache + Interesse" erlaubt es mir, "mehr mit weniger" zu machen, es macht die Erfahrung voller.
Für die Sprachen, die ich "weniger aktiv pflege", heißt es meistens, dass ich sie passiv für Hörbücher nehme. Zum Beispiel Schwedisch ist eine Sprache, die ich als "Spaß-Experiment" rein durchs Hören von Hörbüchern 'gelernt' (aufgebaut?) habe. Es fühlt sich wie Parseltongue an: Ich kann die Sprache mehr oder weniger verstehen und ich weiß nicht genau, warum :D. Das erwähne ich jetzt, weil es meiner Meinung nach sehr wichtig ist, zu unterscheiden, was "eine Sprache sprechen" überhaupt bedeutet, aber ich halte jetzt kein Seminar hierzu. Nur kurz und grundsätzlich: Persönlich unterscheide ich mittlerweile zwischen "Sprache sprechen" und "Sprache beherrschen". Sprechen ist für mich nur ein Aspekt, nicht die Jury.
Ich finde auch wichtig, Platz für 'alle' Sprachen zu machen. Ich habe gemerkt, dass je nach Tagesform und Tageszeit mal die eine oder die andere Sprache "sich anbietet" oder "an die Oberfläche kommt". Das ist nicht unbedingt die "stärkste Sprache zum Zeitpunkt der niedrigsten Energie", sondern kann recht zufällig sein. Es hat für mich mehr mit der Form oder dem Format zu tun, als mit der Sprache. Also zum Beispiel Kombinationen wie "Hörbücher nachts" oder "Hörbücher beim Spazieren".
Da ich sowieso ein sehr auditiver Typ bin, nutze ich gerne Spotify, Audible und mittlerweile auch ElevenReader (sehr zu empfehlen!) in mehreren Sprachen. Auch bei Spotify (Premium) gibt es Hörbücher, die im Abo enthalten sind. ElevenReader ist eine relativ neue Entdeckung von mir: Es ist eine App mit sehr guten synthetischen Stimmen, also ein TTS (Text-to-Speech) mit hervorragenden Stimmen. Wenn Michael Caine einem ins Ohr flüstert, ist das schon was Besonderes. Und sonst auch.
Spaß beiseite: In letzter Zeit nutze ich die Kombination "ChatGPT auf Englisch" + "ElevenReader fürs Vorlesen der eigenen Texte oder GPT-Antworten" fast täglich bzw. recht häufig. Auch hier gilt mein Motto: die Sprache ist ein Mittel zum Zweck, oder besser gesagt: die Sprache gehört dazu, sie ist ein integraler Bestandteil vom Prozess.
Und ich höre jetzt auf zu schreiben.
Um das Ganze noch mit einem (bewussten) Cringe-Ende zu versehen, würde ich es so abrunden wollen: Es geht nicht um Motivation, es geht um Gumption (englischer Begriff). Dazu noch die passende Hintergrundmusik, quasi als Soundtrack zum Kommentar.
Mich würde natürlich interessieren zu hören (zu lesen), was so deine bzw. eure Kombinationen oder 'Strategien' sind. Was macht ihr aus/mit euren fortgeschrittenen Sprachkenntnissen? Wie aktiv und bewusst seid ihr beim Pflegen und Erweitern dieser Kenntnisse?
@edufuga
Hallo Eduard,
erstmal danke für deinen ausführlichen und durchdachten Kommentar. Ich weiß es wirklich zu schätzen, dass du dir so viel Zeit genommen hast, auf so viele Aspekte meines Posts einzugehen. Dein Stil wirkt auf mich übrigens nicht verunsichernd, sondern eher anregend – ich mag solche gedanklichen „ED-Talk“-Impulse.
Du hast recht, mein Framing war wahrscheinlich defizitorientierter, als ich es bewusst beabsichtigt habe. Wörter wie „Balanceakt“ oder „schmaler Grat“ beschreiben eher mein inneres Spannungsgefühl als meine tatsächliche Situation. Vielleicht geht es weniger um mangelnde Kompetenz als um ein starkes Verantwortungsgefühl gegenüber den Sprachen, die ich mir über Jahre aufgebaut habe – teilweise auch in Lebensphasen, in denen ich in diesen Sprachen gelebt oder gearbeitet habe. Einige Sprachen verbinde ich mit bestimmten Ländern oder Abschnitten meines Lebens, andere brauche ich konkret für Kommunikation oder berufliche Kontexte. Deshalb fühlt sich „nicht pflegen“ manchmal fast wie ein Verlust an.
Was heißt für mich „verbessern“? Damit meine ich weniger Grammatik oder Wortschatz im klassischen Sinn, sondern eher Präzision, stilistische Flexibilität und gedankliche Tiefe. Also komplexe Gedanken spontan formulieren zu können, Nuancen bewusster wahrzunehmen oder Register gezielt zu wechseln. Es ist eher eine qualitative Verdichtung als ein messbarer Zuwachs.
Dein Konzept des „organischen Lernens“ trifft bei mir tatsächlich einen Nerv. Ich merke selbst, dass ich am meisten profitiere, wenn Sprache mit echtem Interesse gekoppelt ist. Zum Beispiel lese ich in manchen Sprachen Sachtexte oder Bücher zu Themen, die mich wirklich beschäftigen, sodass die Sprache fast in den Hintergrund tritt. Auf Zugfahrten lese ich oft Online-Artikel oder schreibe Notizen in der jeweiligen Sprache – nicht als Pflicht, sondern als natürliche Integration in meinen Alltag.
Gleichzeitig habe ich für meine fortgeschritteneren Sprachen auch bewusstere Routinen: gezieltes Schreiben längerer Texte, aktives Sprechen am Wochenende, thematische Vertiefung oder bewusste Wortschatzarbeit in spezifischen Bereichen. Für Sprachen auf mittlerem Niveau strukturiere ich stärker, während ich die fortgeschritteneren eher „einsetze“. Vielleicht ist genau diese Mischform mein Versuch, Struktur und Integration zu verbinden.
Deine Frage „Wofür?“ ist wahrscheinlich der entscheidende Punkt. Vielleicht sollte ich mir diese Frage noch klarer und regelmäßiger stellen – nicht nur im Sinne von Effizienz, sondern im Sinne von Funktion und Bedeutung.
Der Gedanke, dass Sprachen keine Pflanzen sind, die sofort absterben, sondern eher Werkzeuge oder Kontaktorgane, hat meine Perspektive definitiv erweitert. Vielleicht geht es weniger ums Halten und mehr ums Vertrauen in die eigene Kompetenz.
Mich würde interessieren: Gibt es bei dir Momente, in denen du bewusst trainierst oder gezielt an Schwächen arbeitest, oder läuft es inzwischen fast vollständig integriert über Inhalte und Interessen?
Danke nochmal für den Denkanstoß – solche Gespräche sind für mich ein wesentlicher Teil dessen, warum ich Sprachen so gerne lerne.
@Renby
Danke dir für deinen ehrlichen Kommentar. Ich finde es total beruhigend zu hören, dass andere dieses Gefühl auch kennen. Gerade dieser Vergleich mit Menschen, die scheinbar „mehr“ erreicht haben, kann einen manchmal ganz schön unter Druck setzen.
Was du über den langsamen Prozess sagst, hat mich wirklich getroffen. Ich merke auch, dass ich oft so sehr auf Fortschritt und Optimierung fokussiert bin, dass ich vergesse, warum ich überhaupt angefangen habe – nämlich weil ich Sprachen liebe. Nicht nur als Ziel, sondern als Prozess.
Und nein, das war keine cringe Motivationsrede. Es ist gut, sich gegenseitig daran zu erinnern, dass Leidenschaft wichtiger ist als Perfektion.
@edufuga Ich fühle mich in der Konversation beteiligt, also antworte ich auch 😅 Zurzeit bin ich noch am Entwickeln von meiner Strategien.
Wenn es um Lesen oder Schreiben geht, habe ich meine Woche in zwei aufgeteilt. Ich höre auch viel Podcasts, weil ich oft unterwegs bin. Das teile ich aber manchmal anders auf, je nach der Woche. Zum Beispiel: Zum Studium höre ich auf Deutsch und zurück auf Japanisch.
Wenn es um Englisch geht, lese ich oder schaue mir etwas an, um mich zu entspannen, wenn ich schon wenig Energie habe, weil das am einfachsten ist.
Das ist nicht besonders innovativ, funktioniert aber ganz gut.
Wenn ich im Sommer oder etwas früher eine neue Sprache einführe, wird es vielleicht ein bisschen schwerer, aber ich bin gespannt.
Das, was ihr beide hier geschrieben habt ist auch wirklich inspirierend und nachdenklich. Ich habe viel erfahren
@Renby
Danke, dass du deine Strategien teilst! Ich finde es super inspirierend, wie du Podcasts unterwegs nutzt und deine Woche aufteilst – das mache ich auch oft, und ich merke, wie viel leichter es dadurch wird, dran zu bleiben. Eine Sache, die ich selbst manchmal mache, ist, direkt nach dem Hören oder Lesen ein kleines 5–10-minütiges Notiz- oder Erinnerungsritual einzubauen: einfach kurz aufschreiben, was mir besonders gefallen hat oder was ich behalten möchte. So bleibt der Input lebendig, und es fühlt sich eher nach Spiel oder Entdeckung an, statt nach zusätzlicher Arbeit.
Mir gefällt auch sehr, dass du flexibel bleibst, besonders wenn du bald eine neue Sprache einführst. Genau diese Anpassungsfähigkeit macht den Lernprozess nachhaltiger, spannender und oft auch überraschender. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich Sprachen in den Alltag integrieren lassen, ohne dass man das Gefühl hat, man „muss“ lernen – eher ein natürlicher Fluss, der neugierig hält.
Ich freue mich wirklich, dass ihr beide hier so offen teilt – es gibt mir neue Perspektiven, wie ich meine eigenen Routinen vielleicht noch bewusster gestalten kann, ohne den Spaß zu verlieren.
Diese Idee von Erinnerungsritual gefällt mir sehr! Eigentlich könnte ich auch etwas Ähnliches ausprobieren.
Nachdem ich aus dem S-Bahn aussteige, gehe ich immer etwa 5-10 Minuten zu Fuß. Das wäre eine gute Gelegenheit, etwas über dem eben Gehörten zu sagen. Meistens gehe ich durch einen leeren oder sehr verkehrsreichen Weg, also mein Selbstgespräch würde nicht besonders auffalen.
Ich muss mich endlich zu den Selbstgesprächen irgendwie gewöhnen, das fällt mir immer noch schwer.
Danke für diese Idee!