Der leere Magen sendet nicht nur elektrische Signale am Hypothalamus, sondern setzt auch Ghrelin frei. Das ist ein Hormon, das das Hungergefühl verstärkt. Forscher arbeiten intensiv daran, um das Ghrelinsignal zu dämpfen, damit man das Gewicht kontrollieren kann. Schlimmer wird die Situation mit der Gewichtskontrolle und dem allgemeinen psychischen Zustand eines Menschen, wenn zu wenig Thyroxine ausgeschüttet werden. Das sind Hormone, die von der Schilddrüse freigesetzt werden. Wenn der Thyroxinmangel vorhanden ist, wird der Mensch träge, schlapp und depressiv. Nicht umsonst sagen Endokrinologen, dass die Hälfte aller Depressionsfälle dadurch verursacht werden, dass die Schilddruse schlecht funktioniert. Deshalb wird es oft empfohlen, einen Endokrinologen aufzusuchen, wenn das Leben keine Freunde macht. Ausserdem hängt das Hungergefühl von zirkaiden und saisonalen Rhythmen. Manche bekommen starken Hunger mitten in der Nacht. Bei Frauen kommen monatliche Rhythmen bei der Nahrungsaufnahme vor. Am schwierigsten ist es, die Nahrungsaufnahme während der Schwangerschaft und der Stillzeit zu verstehen.