Ich sehe mir gerade die Vorlesung über endokrine Drüsen von Professor Dubinin an. Dabei geht es um eine Krankheit, die Akromegalie genannt wird. Für diese Krankheit ist die Vergrößerung bestimmter Gesichtszüge charakteristisch. Das passiert durch das Wachstum des Knorpelgewebes unter dem Einfluss des Wachtumshormons. In manchen Fällen können die Folgen der Krankheit rückgängig gemacht werden, aber natürlich bringt die Krankheit für die Betroffenen viel Leid mit sich, was der Professor auch erwähnt. Dennoch scherzt er auch ein bisschen. Zum Beispiel erwähnt er das Märchen über die Baba Jaga. Es ist eine Art hässliche Hexe in russischen Märchen, die im Wald lebt und Menschen frisst. Die Figur der Baba Jaga wird immer mit einer Hakennase dargestellt. Der Professor erwähnt jedoch eine Interpretation des Märchens, die unter Endokrinologen gängig ist: Baba Jaga war in Wirklichkeit eine Schönheit, die aber an Akromegalie erkrankt ist. Dabei hat sich natürlich auch ihr Charakter verdorben. Es ist also nicht nur horizonterweiternd, sich die Vorlesungen von Dubinin anzusehen, sondern auch unterhaltsam. Manche Unterhaltungssendungen können den Vorlesungen von Dubinin definitiv nicht das Wasser reichen.