Heute habe ich das Lehrbuch “ Neurowissenschaften” gelesen und bin auf eine Tatsache gestoßen, dass manche Tiere die Laute von sehr niedriger Frequenz hören können. Deshalb können sie Erdbebben frühzeitig erkennen. Bis heute erklären manche Menschen diese Möglichkeit von Tieren auf eine unwissenschaftliche Art und Weise, als ob ihre Tiere über besondere Fähigkeiten verfügen oder etwas Ähnliches. Ich habe dann darüber nachgedacht und vermutet, dass vielleicht die Wurzeln des ganzen Mystizusmus darin liegen, dass unsere evolutive Entwicklung dem ganzen wissenschaftlichen Fortschritt hinterhinkt. Denn Wissenschaft setzt voraus, dass man eine Vermutung durch eine große Anzahl von Experimenten unterstützt oder wiederlegt. Während die evolutive Entwicklung eines Menschen einen anderen Weg eingeschlagen hat. Zum Beispiel, wenn einer unserer Vorfahren nicht genug vorsichtlich war und vom Löwen gefressen wurde, werden dann andere Menschen den Ort an dem das passiert nie überqueren. Man lernt ein mal und für immer. Genauso wie in unserer russischen Kultur gibt es einen Aberglaube, der besagt, dass man über die Schulter drei Mal spucken muss, damit Pech und Unglück einem nicht passieren. Aber wenn man wissenschaftlich darauf eingehen würde und hunderte Mal diesen Aberglaube wie in einem Experiment wiederholt, wird man verstehen, dass daran nichts Wahres ist. Dennoch evolutiv hat unser Gehirn nicht so entwickelt, deshalb betrachten manche Wissenschaft als Nebenprodukt, das für unsere evolutive Entwicklung unnatürlich und fremd zu sein scheint und dennoch können wir uns selbst als Menschen und die Welt um uns herum ohne Wissenschaft nicht verstehen.