Eine andere Art des Transports der Substanzen durch die Zellmembran sind Kanäle. Die Kanäle dienen dem passiven Transport. Der Transport der Substanzen durch Kanäle erfolgt tausendmal schneller als der Transport mithilfe der Pumpen. Wenn der Transport passiert, ist der Kanal geöffnet, wenn der Transport nicht passiert, ist der Kanal geschlossen. Das Schließen und das Öffnen von Kanälen wird von einem Regulationsmechanismus kontrolliert. Wenn dieser Regulationsmechanismus das Membranpotenzial ist, spricht man von dem spannungsgesteuerten Kanal. Das Schließen und das Öffnen des Kanals können auch durch Hormone oder Botenstoffe reguliert werden. In diesem Fall spricht man vom ligandgesteuerten Kanal. Der bekannteste ligandengesteuerte Kanal ist der Acetylcholinrezeptor. Wenn ein Nervenimpuls den synaptischen Spalt erreicht, wird die Ausschüttung von Acetylcholin stimuliert, das durch den synaptischen Spalt wandert und an den Acetylcholinrezeptor der postsynaptischen Membran andockt. Dadurch wird die Öffnung des Kanals stimuliert, während deren die Natriumionen in die Zelle hineinströmen und die Kaliumionen hinausströmen. Die Änderung der Ionenkonzentration führt zum Übergang des Nervenimpulses zur anderen Zelle.