Dieses Semester habe ich in meinem Studium noch einen Kurs in Literatur. Das bedeutet – noch mehr Pflichtlektüren.
Das Problem besteht nicht darin, dass ich nicht gerne lese. Ich hasse es einfach, wenn ich eine Deadline dafür habe. Wenn ich keine Lust auf Lesen habe, kann ich mich gar nicht darauf konzentrieren. Keine noch so große Motivation oder Selbstdisziplin kann mir da helfen. Wenn es nur um solche Sachen ginge, wäre das Studium wohl sogar zu einfach für mich.
Ich mache, was ich kann: Ich setze mich da komfortabel unter perfekten Umständen: Ohne Störungen, auf der To-Do-Liste alles geschafft. Nichtdestotrotz dauert es nicht einmal 5 Minuten bevor ich den Fokus verliere. Ich fange an, über alles andere zu denken. Nach ein paar Seiten bekomme ich mit: Nichts vom Gelesenen habe ich in meiner Gedächnis.
Es ich nicht so, dass ich in Allgemeinen Probleme mit Konzentration habe. Ich kann lange, lange Zeit an etwas arbeiten, ohne weder ein einziges Mal über etwas Anderes zu denken oder müde zu werden.
Auf das Lernen kann ich mich auch nicht konzentrieren, wenn das, was ich mir ins Gedächtnis einprägen muss nicht sinvoll für mich ist. Die Prüfungen bestehe ich es immer auf irgendwelche nicht näher bezeichnete magische Weise. Ich fange mit dem Lernen frühestens ein Monat vor der Prüfung an. Vorausgesetzt aber, dass ich sicher bin, dass es zu viel zu merken gibt, als dass ich es in eine Woche nicht schaffen kann. Aber Hauptsache: Es klappt.
Ich habe viel zu viel Literaturwissenschaft und zu wenig Sprachwissenschaft in diesem Studiengang. Auch die Deutschunterrichte sind dieses Jahr so-so, im Vergleich mit dem Vorherigen. Viel erwarte ich aber nie von denen. Ich weiß, dass am Ende man sich selbst eine Sprache beibringt. Im größten Teil, meine ich. Besonders beim Gruppenunterricht.
seufzt Ich klage zu viel.
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