So wie es kein Haus ohne Dach und Wände gibt, gibt es kein Organ ohne Zellen. Die bekanntesten und wohl wichtigsten Zellen sind Nervenzellen oder Neuronen. Nach letzten Einschätzungen gibt es im Gehirn 86 Milliarden Zellen und die meisten Neuronen befinden sich nicht im größten Teil des Gehirns, dem Großhirn oder dem cerebralen Cortex, sondern im Kleinhirn. Im Kleinhirn befinden sich vier Fünftel der Neuronen. Ein Neuron hat normalerweise ein Axon, das ein Meter lang sein kann, und Dendriten, die manchmal auch Dendritenbäume genannt werden, weil Dendriten verästelt sind. Dendriten verfügen auch über Fortsätze, die Dornen oder auf Englisch „spines“ genannt werden. Axone leiten das Signal weiter und Dendriten empfangen das Signal durch Synapsen. Neuronen sehen nicht immer gleich aus und können sich durch das Aussehen und die Struktur unterscheiden. So gibt es multipolare Neurone, die ein Axon und viele Dendriten haben, bipolare Neurone, die ein Axon und ein Dendrit haben, und unipolare Neurone, die nur ein Axon haben. Man unterscheidet auch sensorische Neurone, die das Signal am Innenohr und in der Netzhaut eines Auges weiterleiten. Es gibt auch Motoneurone, die mit Muskeln Synapsen bilden und Bewegungen auslösen. Außerdem unterscheidet man auch Neurone nach dem Aussehen. Es gibt zum Beispiel Pyramidenzellen, die dem Dreieck ähnlich sind.