Kooperation
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Kooperation

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biology

Am Anfang schwappten im Urschleim die ersten Lebewesen, die mit Zusammenarbeit nichts am Hut hatten. Sie bewegten sich, ernährten sich und tauschten ab und zu DNA. Eines Tages kam es aber dazu, dass ein Ur-Bakterium seinen Nachbarn verschluckte und ihn nicht verdaute, sondern dieser Nachbar wurde zum Kraftwerk der Zelle. Das waren Mitochondrien. Das ist eine erste Art von Kooperation. Später entstand eine andere Art von Kooperation. Die Zellen kamen in Zusammenarbeit und bildeten die Gruppen. Wie viel die Zusammenarbeit bringen kann, demonstriert ein Schleimpilz. Zuerst lebt er als eine einzelne Amöbe, und wenn Nahrung knapp wird, gibt er Signale an andere Amöben und sie bilden einen Schleimpilz auf dem Waldboden, der sich entlang seiner Schleimspur bewegen kann. So entdeckt er neue Lebensräume und findet die Nahrung. Dann schießt er Sporen in den Wind, die wieder einzelne Amöben werden. Auf Kooperation kommt es auch in Tier- und Menschengruppen an. Die Gruppen von Schimpansen jagen ein Beutetier schneller und effektiver zusammen als ein einzelner Schimpanse. Menschen kooperieren effektiv und gut aufgrund ihres Verwandtschaftsgrades. So zum Beispiel kann man in Gruppen von Verwandten oft eine Situation beobachten, wenn die Verwandten, die keine Kinder haben, denjenigen helfen, die Kinder zur Welt gebracht haben.

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