Interaktion von Natur und Umwelt
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Interaktion von Natur und Umwelt

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Wie sich ein bestimmtes Individuum verhält, schiebt man oft dem elterlichen Erbmaterial in die Schuhe. Aber es geht hier oft nicht nur um einen einseitigen Prozess, sondern Natur und Umwelt interagieren und es kommt zu einem bestimmten Verhalten. Klar, das elterliche Erbmaterial spielt eine Rolle, aber die Umwelt hat schon in der Gebärmutter einen Einfluss auf ein sich entwickelndes Individuum. Die Ernährung der Mutter und der Stress, den sie erlebt – alles kommt ins Spiel. Und wenn das Kind geboren wird und erwachsen wird, beeinflussen die wiederholenden Verhaltensmuster auch die Genaktivität. Dieser Prozess ist auch kein einseitiger Prozess. Angeschaltete und ausgeschaltete Gene haben auch einen Einfluss auf das Verhalten. Dieser Prozess wird oft an sogenannten Knockout-Mäusen untersucht. So wurde zum Beispiel bei Mäusen ein Gen ausgeschaltet, das die Funktion des Dopaminsystems störte, was dazu führte, dass Mäuse ein Verhalten und Charakteristika demonstrierten, die für Schizophrenie typisch sind. Das Beobachten von Knockout-Mäusen liefert Rückschlüsse auf die Funktion bestimmter Gene. Aber das Verhalten selbst kann auch die Genaktivität ändern, wie ich oben geschrieben habe. So zum Beispiel initiiert der Drogenkonsum bei Drogensüchtigen mehr Rezeptoren an Synapsen, was zu Veränderungen der neuronalen Netzwerke führt. Das Ganze lässt das Verhalten des Drogensüchtigen darauf fokussieren, Drogen zu konsumieren. Ein armer Mensch rutscht in den Teufelskreis. Aber das Verständnis hinter all diesen Prozessen kann auch ein Rettungsring sein. Der Mensch, der mit wissenschaftlichen Kenntnissen gewappnet ist, ist ein Mensch, der Hoffnung nicht verliert, denn Wissenschaft und Wissen verschaffen eine Erleichterung und Hoffnung durch Verständnis.

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